Ich liebe Frankreich!

Weil ich nicht anders kann.

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Ich liebe …

- das “savoir vivre”
- die französische Musik
- französische Filme
- den Charme der Franzosen
- die Sprache (auch wenn ich sie sehr oft verfluche)
- den Käse
- das Meer (das gibt es auch sonst wo, ich weiß)
- die frz. Wochenmärkte

Vor Allem aber liebe ich die manchmal recht eigenwillige Art & Weise der Menschen, mit dem Leben, seinen Höhen & Tiefen und den oft selbst gemachten Problemen umzugehen.

Meine französischen Sprachkenntnisse beschränken sich auf wenige  Sätze, die ich sprechen und unzählige Sätze, die ich im Kopf formulieren kann (aber mich nicht traue zu sprechen).

Während meinem Studium in Marburg (das war nach Strasbourg) hatte ich 2 Jahre einen Französisch-Grundkurs – 1x die Woche 2 Stunden. Davor NULL!

Komischerweise verstehe ich im “normalen Tagesgeschehen” sehr viel und könnte auch sehr viel sprechen, wenn ich mich a) trauen und b) mich endlich mal wieder mit der Grammatik befassen würde!

Wenn ich ehrlich bin spreche ich gut … ich muss mich nur endlich trauen!

Wie kam ich zu Frankreich ?

Nun ja … Frankreich kam bzw. kommt immer zu mir (zurück).

1999 habe ich tageweise (meist am Wochenende) eine Zeit lang in Strasbourg gewohnt. Ich hatte dort damals einen Freund, der beim Eurokorps stationiert war.

Ein paar Wochen nach unserem Kennenlernen hat er sich eine eigene Wohnung in Strasbourg/Neudorf genommen und ich pendelte ab und an zwischen meiner Ausbildungsstätte und Strasbourg hin und her. Immer mal tageweise oder halt für’s Wochenende.

Die meiste Zeit (wie es am Anfang jeder rosaroten Wolke wohl so ist) sind wir für uns geblieben und waren nur zum Einkaufen oder zum Essen in Strasbourg unterwegs.

Nach und nach verarbredeten wir uns am Wochenende immer mal wieder mit ein paar seiner Arbeitskollegen. Die meisten waren Franzosen oder Belgier, somit konnte ich damals nicht wirklich zur “Unterhaltung” beitragen. Auch im Alltag hat mein Freund immer übersetzt und alles “geregelt”.

Dann hieß es für uns “Abschied nehmen” – er musste für ein halbes Jahr zum Auslandeinsatz.

Für mich stand die Entscheidung an: Ganz zurück nach Hause oder weiter zwischen Zuhause, Ausbildungsplatz und Strasbourg pendeln.

Ich entschied mich für Letzteres und habe es nicht bereut.

Es folgte eine turbulente, aufregende und unvergessliche Zeit in meinem Leben

(Darüber sollte ich ein Buch schreiben).

Ich habe abends nach der Arbeit – oder auch schon auf der Zugfahrt angefangen Französisch zu lernen, mich irgendwann mal getraut alleine in eine Kneipe zu gehen und habe dort sehr nette Leute kennengelernt.

Anfangs bin ich tatsächlich noch rüber nach Kehl um einzukaufen … nach einiger Zeit habe ich aber dann doch genug Mut gesammelt um auch das in Strasbourg zu erledigen.

Der Franzose ist ja von Hause aus sehr “eigen” was seine Sprache betrifft … aber ich habe überlebt!

Nach dem Studium habe ich dann eine Zeit lang an der Ostsee gelebt, dort wurde mir das Buch “Mein Jahr in der Provence” an’s Herz gelegt.

Wieder packte mich das “Heimweh”. 

Ein paar Jahre vor meinem Strasbourg “Aufenthalt” war ich ein paar Tage in http://www.ot-latranchesurmer.fr/de/

Schon damals fühlte ich mich dort pudelwohl.

Juni 2012 ein zweites Mal – unsere Gemeinde ist mit La Tranche verpartnert und ich bin 2011 dem Partnerschaftsverein beigetreten.

Es war wie “nach Hause kommen”!

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Ich erinnerte mich beim Schlendern durch La Tranche an die Gassen, an die Geschäfte … obwohl der 1. “Urlaub” so viele Jahre zurück lag.

Der Abschied fiel schwer, ich wäre am Liebsten noch ein paar Tage … Wochen … dort geblieben. Und ich habe mir selbst versprochen, IMMER wieder eine Zeit lang dorthin zu fahren.

Auch habe ich seit ca.7 Jahren regelmäßig Kontakt nach Kehl & Strasbourg.

Manchmal mehr, manchmal weniger …

Wann immer es geht, fahre ich über die Grenze zum Einkaufen oder um meinem heißgeliebten Strasbourg einen Besuch abzustatten.

Ich genieße diese ganz andere Lebensart – sei es nur für ein paar Stunden.

Als ob Frankreich MÖCHTE, dass ich Frankreich L(I)EBE, ruft es sich immer wieder bei mir in Erinnerung.

Sei es durch ein Lied im Radio, ein kleiner TV-Bericht über Rosteig, ein Besuch bei meiner Freundin in Kehl, bei dem ich ein paar Gespräche auf Französisch mitbekomme (die mir warm um’s Herz machen), dem Bedürfnis meine “Strasbourg-Schublade” mal wieder zu durchwühlen, einer Reisezeitschrift “Elsass” die mir irgendjemand geschickt hat …

Oder aber durch ein Buch.

In diesem Buch habe ich mich selbst “wieder gefunden”. So viele Parallelen!

Ein Alien in Frankreich

Ich habe oft wegen meinem “Frankreich-Tick” mit mir gehadert und dachte “meine Güte bist du bekloppt”!

Das bin ich nicht … ganz und gar nicht!

Tolle neue Kontakte auf Facebook zeigten und zeigen mir: “Ich bin nicht alleine!”

Von Frankreich selbst habe ich LIVE erst viel zu wenig gesehen.

TV, Internet, Reiseführer, Zeitschriften usw. sauge ich auf wie ein Schwamm.

Die Vendée habe ich mir jetzt schon ein wenig angeschaut.

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… das Elsass auch immer mal wieder … aber ich habe noch lange nicht genug.

Ich weiss genau WAS ich sehen und WOHIN ich gehen möchte!

Mittlerweile hat sich meine Sprache auch schon wieder ein wenig weiterentwickelt.

Seit Monaten dudeln immer mal wieder Sprachkurse, ich versuche frz. zu lesen & frz. Sender laufen im Radio.

Neu gewonnene Kontakte & Freundschaften habe ich dieses Jahr schon (weiter) vertieft, mein kleines aber feines “Netzwerk” wird immer besser.

Vielleicht ist der Titel meines Buchs dann: “(M)ein Jahr in Strasbourg” oder “(M)ein Jahr in der Vendée” oder “(M)ein Jahr in der Bretagne” oder “(M)ein Jahr im Elsass” oder oder oder oder …

Vielleicht kann ich (M)ein auch durch “toujours” ersetzen!

On verra bien!

Wenn es dann soweit ist, werde ich mich lächelnd an diese Lektüre erinnern:

“Als das Leben überraschend zu Besuch kam”

Denn …

Kurz bevor ich das letzte Mal in Richtung Frankreich loszog (um eine gaaaaaaaaaaaaanze Weile dort zu bleiben), kam mal wieder das Leben und vor allem die Liebe (VÖLLIG überraschend) zu Besuch.

Beim genauen Hinsehen fügten sich lediglich einige, für mich sehr wichtige und vielleicht ein wenig herbeigehoffte, Dinge zusammen …

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Das waren die drei “eingknoteten” Wünsche meiner lieben Freundin Marleen aus Belgien.

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Zwei davon haben sich schon vor einer ganzen Weile erfüllt.

Der “Letzte” steht noch aus bzw. entwickelt sich gerade.

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Rückblick auf Marmeladenglasmoment vom 31.3.13

Anreise La Tranche sur Mer

Morgens um 07.04 war Abfahrt in Strasbourg – mit dem TGV in Richtung Atlantik …

Über Nantes (1x umsteigen) nach La Roche sur Yon und dort holte mich Annie ab.

Mein Vater fuhr mich zum Bahnhof, was mich besonders gefreut hat, denn wir hatten nicht viel Zeit miteinander die letzten Jahre.

Um vier Uhr morgens klingelte der Wecker, wir mussten so gegen fünf Uhr losfahren. 

Gepackt hatte ich ja am Tag vorher schon. Ziemlich viel Gepäck.

Rucksack mit Laptop, Ipad, Digitalkamera, Handy, allen Ladekabel und etwas Reiseproviant.

Eine große Reisetasche und einen ganzen Korb voll mit meinen scharfen Fruchtaufstrichen.

Die will ich hier vor Ort evtl. in den Hotels verteilen.

Jede Menge “Geschenke aus der Küche” unter Anderem für Annie & Marcus und die beiden Besitzer des Hotels “Le Dunes”.

Die sind seit einigen Jahren mit meiner Tante und ihrer Familie bekannt und befreundet und ich darf recht herzlich grüßen.

Und wer könnte die “Marmelade” besser “beurteilen” als ein Küchenchef?

Dort möchte ich nach WiFi-Zugang fragen, falls Annie kein Internet hat.

Auch nach einem Saisonjob bzw. ob sie sich für mich vielleicht umhören könnten.

Kurz vor Le Mans fing es in meinem Abteil langsam aber kontinuierlich stärker an zu qualmen.

Keine Ahnung, ich denke weil der Zug kurz davor recht schnell fuhr :-) und dann eine längere Zeit abgebremst hatte.

Jedenfalls sind wir (incl. mir gerade mal 5 Personen aufgestanden und haben das Abteil gewechselt und ein junger Mann hat die Zugbegleiter informiert. 

Die kamen gleich zu fünft (sicherlich Mechaniker incl.) und haben den Qualm während der Weiterfahrt beobachtet.

Ich dachte für mich: “Ruhe bewahren, Panik ist erst angesagt, wenn die ersten Franzosen anfangen etwas ängstlich zu schauen! Und das Zugpersonal hektisch das qualmende Abteil verläßt.”

Habe mich aber trotzdem gleich auf einen Platz nahe an der nächsten Tür gesetzt und vorsichtshalber die Laptoptasche (da waren auch alle wichtigen Dokumente und das Bargeld drin) bei mir behalten und erst gar nicht in das Gepäckfach über mir verstaut.

Falls es also im wahrsten Sinne des Wortes brenzlig werden sollte, war ich vorbereitet!

“Bienvenue en France!!!”

In Nantes war Ende meiner TGV-Fahrt, dort musste ich mir ein Ticket bis nach La Roche sur Yon kaufen, was ohne Probleme auch geklappt hat.

Ich habe jedoch vergessen, das Ticket an einem der Automaten dann noch zu entwerten und bekam eine halbe Stunde später im Interciti dann prompt die Quittung dafür … 

Mir fiel nämlich erst auf , dass auf dem Ticket “wie auch immer dieses Wort wieder heisst” steht, als ich es zum Vorzeigen aus dem Rucksack fischte.

Von links kam eine weibliche Kontrolleurin mit SEHR resoluter Stimme und von rechts ein Mann.

UND ich dachte mir noch: “JUNGE!!! Gib Gas!!”

Leider war er zu charmant und hat mit der Dame vor mir ein paar Sekunden zu lange geplaudert und prompt lief ich der scheinbar sehr schlecht gelaunten Kontrolleurin in’s offene Messer.

Sie war recht verärgert, dass ich das Ticket nicht entwertet habe und ich versuchte ihr zu erklären, dass ich nicht darauf geachtet habe.

Mit Händen und Füßen, denn ich spreche sehr wenig Französisch.

Schließlich hatte ich meine TGV-Fahrkarte im Internet gekauft, bezahlt und ausgedruckt und die musste ich auch nicht entwerten.

Somit bin ich davon ausgegangen, dass ich das bei einer am Schalter gekauften Karte auch nicht musste …

ENDLICH ENDLICH ENDLICH hatte sich der Kontrolleur zu uns gesellt und ich konnte meinen Ausländertrumpf mit ein wenig Charme gepaart voll ausspielen.

Natürlich achtete ich darauf, ihn nicht nur mit “Bonjour!” zu begrüßen, sondern mit “Bonjour, Monsieur!”

Das ist immer mehr als die halbe Miete!!!

Noch bevor diese unfreundliche Kontrolleurin mit einer Tirade anfangen konnte, habe ich mich entschuldigt und wiederum mit Händen und Füßen erklärt, dass ich es nicht besser wusste und vergessen habe mein Ticket am Automat zu validieredingenskirchens – abzustempeln.

Auch von meinem eTicket von Strasbourg nach Nantes erzählte ich ihm und wie sehr ich mich auf’s Meer und auf ein paar Urlaubs-Tage in Frankreich freue, da ich dieses Land ja so sehr liebe ;-)

Natürlich mit tausenden von Fehlern aber er hat mich verstanden

Selbst wenn er nur den Satz: “Ich liebe Frankreich” verstanden hätte, wäre ich mit stolz erhobenem Haupte als Sieger im “Ticket-entwertet-oder-nicht-entwertet-Kampf” herausgegangen.

Natürlich nicht ganz so stolz wie er ;-)

Er wandte sich an seine Arbeitskollegin und wies sie an, nicht so viel Tammtamm zu machen und meine Fahrkarte nachträglich zu entwerten.

Sie moserte noch herum von wegen: “Wenn diese Dame so viel Französisch versteht, dann hat sie auch den Satz … auf dem Ticket verstanden … das sei doch wohl nicht so schwer und sie will uns doch nur über’s Ohr hauen und blablablablablablabla”

Ich habe ihr dann versucht zu erklären (sehr höflich natürlich), dass ich in einer deutschen Zeitung einen Artikel über meine Reise schreibe und sie sicherlich nicht möchte, dass man dort lesen kann, wie unfreundlich ich schon bei der Bahnfahrt an mein Urlaubsziel empfangen wurde!” 

PAFFFFFF … das hatte gesessen…

Merci Madame … bonne journe et  et je vous souhaite une bon voyage” l

 Ja liebe Oma … das war eine Lüge … aber eine NOTlüge … :-P

Annie hat mich in La Roches sur Yon abgeholt. 

“Meine Güte!!!!!”

Dachte ich mir, als ich ihr Auto sah, bzw eher hörte.

Es quitscht und knarrt an allen Ecken und Enden … Außen wie innen …

Annie, eine recht rasante Autofahrerin erzählte mir die Geschichte ihres Autos, welche mich nicht unbedingt beruhigte, aber es fuhr … und es fuhr sogar ziemlich schnell :-)

Die  Bremsen und vor allem das Gaspedal waren scheinbar (hoffentlich) im einwandfreien Zustand und vor ALLEM die Hupe war völlig intakt!!!

Genauso wie Annie’s  Mundwerk … nicht wirklich boshaft kommentierte sie jeden Autofahrer vor uns …

“Bienvenu en France! … la deuxieme fois”

Nach ca. 35 Minuten kamen wir dann am “Eingang” von La Tranche sur Mer an.

Annie fuhr einen keinen Umweg zu ihrem Haus und wir kamen direkt am Meer vorbei.

Sie fragte: “ça va maintenant?” und ich antwortete mit “ben oui! c’est bien mieux!!!”.

Ich war zwar erst zweimal in La Tranche sur Mer, aber auch dieses Mal war mir die Gegend sofort vertraut und es war wieder einmal ein “Nach Hause kommen”.

Für Außenstehende sicherlich absolut nicht nachvollziehbar … für mich ist es aber so.

Dieses Mal sogar noch intensiver als letztes Jahr im Juni.

Denn dieses Mal habe ich den Entschluss, immer wieder hierherzukommen und hier auch einmal eine längere Zeit zu bleiben.

Vielleicht nicht gerade in La Tranche sur Mer selbst, aber irgendwo in der Vendée – wo ich halt Arbeit & Unterkunft finde.

Perfekt wäre es natürlich hier, mit dem Meer wirklich direkt vor der Haustüre!!!

On verra bien!

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Ein Alien in Frankreich … zum xten Mal

Dieses Buch werde ich die nächsten Tage NOCHMAL wieder mal lesen.

Es hat mir sehr gut gefallen und ich will mich wieder ein wenig mehr mit dem Thema “Frankreich” beschäftigen.

Auf sehr humorvolle Art :-)

Ich war ja in den letzten zwei Jahren immer mal wieder in der Vendée oder in Strasbourg … und bin nicht “verlorengegangen” … im Gegenteil … ich habe mich und vieles mehr (wieder)gefunden.

Hier meine Rezension, nachdem ich es 2012 zum ersten Mal las:

Schon beim Anblick des Buch-Covers fühlte ich mich wie “Zuhause” :-)

Ein “typischer” Franzose – genauso wie ihn die Meisten von uns wahrscheinlich vor ihrem geistigen Auge sehen:

Blau-weißer Ringelpulli, legere Hose, Baskenmütze, Spitzbärtchen.

Ein gutes Glas Rotwein in der Hand und unter dem Arm klemmt locker das zweite Lebenselixier … das Baguette. (Irgendwo hat der sicherlich auch noch die Blauen Glimmstengel eingesteckt!!).

“Genauso kenne ich das … er kann nur Jean-Charles, Michel oder Pascal heissen … geht gar nicht anders …” dachte ich bei mir.

Im Hintergrund – der Eifelturm … um den dann auch noch zu erwähnen ;-)

“Alors” … was kann ich über dieses Buch erzählen … es deckt sich in allen mir bekannten und selbst erlebten Situationen, Vorurteilen, Begebenheiten, Gefühlen, Meinungen, Ansichten …

Liebgewonnene Erinnerungen an mein Jahr in Strasbourg wurden beim Lesen wieder so real, als sei es erst gestern gewesen, und nicht schon über 10 Jahre her.

Situationen, Begebenheiten, Menschen, die ich nie mehr vergessen werde, durfte ich ihn etwas veränderter Form lesen & miterleben.

Franca Pott schreibt in diesem Buch mit viel Witz & Charme über die “kleinen Abgründe” im Leben der Franzosen. Über ihr oft kauziges, eigenwilliges Verhalten – wenn es um Behörden, den Staat im Allgemeinen, vor allem aber das Essen geht.

Natürlich über den allseits bekannten typischen französischen Fahrstil, über Männlein & Weiblein und wie kann es anders sein … über den Streik.

Sie lässt uns teilhaben am “comme ci, comme ca!” … am “ca va!” am„Laissez-faire“ 

Ich sehe sie vor mir – die Franzosen – bedächtig mit dem Kopf wackeln, wild mit den Händen gestikulieren und am imaginären Bart zupfen …

Francas grösste Barriere war – meine übrigens auch – wie soll es auch anders sein – die Sprache.

Wahrscheinlich hatte sie genausoviele/genausowenige Wörte/Sätze in ihrem Sprachfundus, wie ich damals … nämlich Null.

Seien wir doch mal ehrlich – “Bitte, danke, wie geht es Ihnen, heute ist schönes Wetter …” zählt doch nicht wirklich. Also ZÉRO!

Ich habe, nachdem ich endlich für mich erkannte, dass ICH damals der “Alien” war und nicht all die anderen, die sich rigoros weigerten mit mir Deutsch oder Englisch zu sprechen, einfach angefangen Französisch zu lernen.

Tageszeitung in einer Bar lesen, Einkaufsprospekte durchblättern, Sprachkurs-Kassetten rauf und runter dudeln … den bis heute nicht verstandenen “Bescherelle” habe ich mir reingezogen …

Durch die Straßen schlendern und soviel Sätze im Alltag aufschnappen wie es nur geht – und vor allem, mit eingezogenem Kopf … so unauffällig wie möglich :-)

Heute würde ich es in typisch französischer Manier mit einem Schulterzucken tun.

Voller Stolz, meinen ersten richtigen französischen Satz sprechen zu können, (ich wollte ein paar Briefmarken kaufen) bin ich hocherhobenen Hauptes zur Post um die Ecke.

Es endete fast in einem Desaster – der Jüngling am Schalter schaute mich an, als käme ich vom Mond.

Glücklicherweise war sein Kollege ein sehr charmanter älterer Herr, der mir dann in diesem herrlichen Elsässer-Deutsch zu meinen Briefmarken verhalf.

Franca wollte 100 Gramm Schinken kaufen -”Dschee wudree äng song gramm schambong” und ging damit genauso “baden” wie ich.

Ich könnte noch stundenlang von diesem Buch erzählen, aber ihr müsst es selbst lesen!

Ihre “Geschichte” ist einfach nur toll.

Ohne großartige Rücklagen, ohne Job, ohne die Sprache zu können in ein fremdes Land – und dann auch noch gerade nach Frankreich! Respekt.

Ähm ..

Chapeau!” meine ich natürlich!

Es ist ein herrlich leicht zu lesendes Buch, gespickt mit einigen Französischen Begriffen, Ausdrücken … vor allem aber mit allerhand nützlichen Infos, was das “Auswandern” und Behördengänge (besser den Umgang mit den Behörden oder soll ich lieber sagen “das Umgehen” von Behörden) anbelangt.

Ach so … bevor ich es vergesse: einige leckere Rezepte sind im Buch zu finden, das ein oder andere werde ich sicherlich nachkochen.

Folgende Texte sind mir besonders in Erinnerung geblieben: (Quelle)

” … ohne die Franzosen wäre Frankreich nicht das, was es ist. Ohne ihre chaotische, streckenweise unorganisierte Art und Weise, ohne ihre Respektlosigkeit gegenüber dem Gesetz, ohne ihre Nonchalance, das Leben zu meistern, ohne ihre ihnen eigene Lebensart wäre Frankreich nicht Frankreich.”

“Wann haben die Franzosen ihre Revolution gemacht? Richtig! Am 14. Juli 1789.

Im Juli – Sommer, Sonne, warm, lange Nächte in denen man auf den Straßen und Marktplätzen tanzen, singen und tagelang durchfeiern konnte.”

“Und nun schauen wir uns die Deutschen an. Wann haben die ihre Revolution gemacht? November 1848. Die berühmte Novemberrevolution! November – wo alles grau ist, Niesel, Nebel, kalt. Da jagt man doch keinen Hund vor die Tür.”

“Verschreibt man sich auf einem Scheck, etwa die Schecksumme – ja und? Was macht das schon? Dann streiche ich eben die Zahlen durch und schreibe die richtige Summe darüber. C`est pas grave! In Deutschland ein unglaublich schwerer Fehler, fast schon ein Vergehen”. 

Fazit:

Ich liebe dieses Buch!

Mit sehr viel Charme & Witz rief mir die Autorin meine “heißgeliebten Franzosen” wieder in Erinnerung.

“Märrrrsiiiii bjängggg!” (Mercie bien!)

P.S. nehmt euch vor den Türgriffen Frankreichs in Acht!

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Galettes Sarrasin “Asperges & jambon fumé” – Buchweizen Galettes mit Spargel & Schwarzwälder Schinken

Wie man Galettes im großen Stil macht, durfte ich ja auf der Île d’Yeu einige Tage aktiv miterleben!

Und ich hatte viele viele viele Marmeladenglasmomente!

Eine Galette ist eine Art Pfannkuchen … google klärt euch sehr gerne auf ;-)

Es war eine tolle Zeit!

Hier meine kleine “Schwarzwälder Variante”

Zutaten:

250 gr Buchweizenmehl

2 Eier

300 ml Wasser

Fleur du Sel

heimischer Spargel

Schwarzwälder Schinken

Sauce Hollandaise

Zubereitung:

Den Teig rührt man relativ fest an und lässt ihn einen halben Tag fermentieren.

Dann wird er solange mit Wasser verdünnt, bis er eine “pfannkuchenähnliche” Konsistenz hat.

Er wird von einer Seite dünn ausgebacken, gefüllt und zusammengefaltet.

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Die 1. Frankreich-Chili

… Habe ich Anfang April mit in die Vendée genommen …

Wie meinen Augapfel habe ich sie über 10 Stunden behütet … erfolgreich :-)

 

 

 

 

Nach dem Pflanzen stand sie sogar 2 Tage!!! komplett unter Wasser, da der angrenzende Fluss vom Garten über das Ufer trat!

 

 

Zuerst hat sich wohl gar nix getan … dann unzählige Schoten und ne “beachtliche” Ernte …

 

 

 

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Marmeladenglasmoment per Buch

Vor meinem letzten Kurztrip an’s Meer habe ich ein “Kinderbuch” (UF ELSASSISCH) entdeckt, was mir total gefallen hat …

Dachte mir aber: “NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!!!! Das ist doch ein Kinderbuch!” und habe es wieder vergessen … und auch niemandem davon erzählt

Heute lag’ es in der Post … direkt aus Strasbourg … Von meinem Lieblingsfranzosen.

 

… Manch’ einer trägt dich im Herzen … und ist immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Kennt dich, versteht dich, fördert und fordert dich & lässt dich wachsen und lässt dich vor allem DU SELBST! sein …

Wer sich so glücklich schätzen kann, so einen Freund “seiner Seite” zu haben … der braucht nichts mehr …

Si tu lis ce message … Super sympa!!!

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